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Die Westküste von Korsika

Die West- und die Ostküste Korsikas können kaum gegensätzlicher sein: Die Westküste ist geprägt von felsigen Küstengebieten als Ausläufer der Berge und Hügel des zentralen Gebirgszugs. Als Westküste wird gemeinhin das Küstengebiet unterhalb der Balagne, die Filisorma, bis zum Golf von Ajaccio und das Hinterland von Ajaccio verstanden.

Strandflächen sind rar bis auf kleine Buchten, Halbinseln oder Flussmündungen. Oft sind Küstenabschnitte nur vom Meer aus erreichbar, so zum Beispiel das ehemals berüchtigte Piratennest Girolata. Die Halbinsel  La Scandola oberhalb des Golfs von Girolata, auch ohne jegliche Zufahrtsstraßen, ist ein UNESCO Weltnaturerbe und Naturreservat. Viele seltene Tier- und Pflanzenarten, vor allem Greifvögel, sind hier noch beheimatet und können beispielsweise auf einer organisierten Bootstour beobachtet werden.

 

Auf der Strecke zwischen Porto, einem geschützten Hafenort in landschaftlich wunderschöner Lage an einer Flussmündung und typischer Prägung der Westküste, und Piana im Landesinnern sollte man eines der eindrucksvollsten Naturphänomene Korsikas, die Calanche (la Calanque), auf sich wirken lassen. Die bizarren gelblich bis rötlich schimmernden Felsformationen vor dem tiefblauen Meer prägen sich in den Urlaubserinnerungen an Korsika nachdrücklich ein.

Östlich der Calanche zwischen Porto und dem ursprünglichen Bergdorf Evisa erstreckt sich einer der schönsten Fahrwege Korsikas bis zum Col de Vergio (1477 m). Die Spelunca-Schlucht (Gorges de Spelunca) kann auf einem Teil des Mare e Monti Nord Wanderwegs auch zu Fuß intensiv erlebt werden. Der Evisa umgebende Forêt d’Aitone, eines der beeindruckendsten Waldgebiete Korsikas, die Wasserfälle (Cascades d’Aitone) mit ihrem Naturbecken, das zum Schwimmen geeignet ist, sowie der Aussichtspunkt lohnen einen Aufenthalt in der Region, in der einst die bekanntesten Kastanien wuchsen.

Der südliche Teil der Westküste ist geprägt von einer weiten Bucht, dem Golfe de Sagone. Sein hügeliges Hinterland läuft über weite Flussmündungen zum Meer hin aus und schließt breite und feine Sandstrände ein. Cargèse, als nördlicher Ausgangspunkt dieser Landschaft, ist eine ehemalige griechische Siedlung und auch heute noch im Gegensatz zu manch korsischem Dorf in hellen Farben gehalten. Die Einwohner mit griechisch klingenden Namen gehören oft noch der griechisch-orthodoxen Kirche an. Deren Gebäude mit vielen Heiligenbildern wie bspw. von Johannes dem Täufer steht gegenüber der römisch-katholischen auf einer Anhöhe. Hier beginnen bzw. enden Weitwanderwege wie der Mare a Mare Nord.

Sagone selbst zählt zu den ältesten Orten Korsikas und diente lange Zeit als Holzhafen.

Vico, ein kleines Städtchen mit hohen Häusern liegt im Hinterland des Golfe de Sagone, der so genannten Cinarca. Als das Küstengebiet wegen der zahlreichen Malariamücken noch unbewohnbar war, bildete das Macchia umwachsene Vico das alte Zentrum in den Hügeln. Im Couvent Saint-François kann das älteste Holzkruzifix der Insel besichtigt werden.

 

 

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© Bild ganz oben: F. Gopp  / pixelio.de